Bei sommerlichen Temperaturen wurde am Mittwoch im Schützenpark das Mühlbachfest gefeiert – ein Fest, das ganz im Zeichen der Rückkehr des Wassers in den Hermagorer Mühlbach stand. Zahlreiche Besucher folgten der Einladung der Bürgerinitiative für den Mühlbach und genossen einen stimmungsvollen Nachmittag an jenem Ort, der durch die Revitalisierung des Gewässers wieder zu einer besonderen Natur- und Erholungsoase geworden ist.

Der Mühlbach gehört zu Hermagor
Direktor i. R. Rudolf Lasser als Sprecher der Bürgerinitiative begrüßte die Gäste und erinnerte an den beinahe zehnjährigen Einsatz zahlreicher engagierter Bürgerinnen und Bürger. Die Bevölkerung sei mit der Rückkehr des Wassers nun „mit einem besonderen Stück Natur mitten in Hermagor belohnt worden“. Der große Zuspruch zum Fest zeige eindrucksvoll, dass der Mühlbach den Menschen alles andere als gleichgültig sei.
Bürgermeister Astner: „Der Mühlbach bleibt Teil Hermagors“
Ein besonderer Dank galt Bürgermeister DI Leopold Astner, der die Revitalisierung des Mühlbaches von Beginn an maßgeblich unterstützt und begleitet hat. In seiner Ansprache betonte er, dass der Mühlbach ein wichtiger Bestandteil Hermagors sei und dies auch in Zukunft bleiben werde. Gemeinsam sei es gelungen, dieses fließende Gewässer als belebenden Teil eines wertvollen Naherholungsraumes für die Bevölkerung zu erhalten. Sein Dank galt der Bürgerinitiative, , die über viele Jahre durch ihren medialen Druck für den Erhalt des Mühlbaches gekämpft habe, allen Beteiligten, die dazu beigetragen haben, den Schützenpark als attraktiven Treffpunkt und Erholungsraum zu gestalten und dem Amt der Wasserwirtschaft, das mit DI Hannes Poglitsch für die Umsetzung des Projektes inklusive Fischaufstiegstreppe verantwortlich zeichnet.

Fachliche Begleitung und jahrelanger Einsatz
DI Hannes Poglitsch von der Abteilung Wasserwirtschaft blickte auf die Umsetzung der Fischaufstiegshilfe und die Revitalisierung zurück. Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern – darunter der inzwischen pensionierte Ing. Dietmar Koller sowie Ing. Erwin Schumi – begleitete er das Projekt fachlich. Umso größer sei heute die Freude, den Mühlbach wieder lebendig durch Hermagor fließen zu sehen und damit einen Ort geschaffen zu haben, der zum Verweilen und Feiern einlädt.

Auch Lygia Simetzberger erinnerte an die Entstehungsgeschichte der Bürgerinitiative „Pro Mühlbach“, die von Mag. Christine Kuttnig-Dekan gegründet wurde. Sie ließ die zahlreichen Aktionen und Kunstprojekte Revue passieren und erinnerte dabei auch an die Texte ihrer Mutter Helene Pilz, die den Einsatz für den Bach über viele Jahre begleitet hatten.
Einen interessanten Einblick in die Pflanzenwelt entlang des revitalisierten Gewässers gab Ulrike Maturana Dorado. Sie erklärte Wissenswertes über Mädesüß, Bachkresse, drüsiges Springkraut uvm. und deren Verwendungsmöglichkeiten.
Musik, Natur und gemütliches Beisammensein
Für die stimmungsvolle Moderation sorgte Michael „Buzgi“ Buchacher , der sich selbst seit Jahren für den Mühlbach engagiert. Gemeinsam mit Prof. Hubert Waldner am Klavier gestalteten sie das musikalische Rahmenprogramm.

Bei Kaffee und Kuchen, Gegrilltem und kühlen Getränken klang das Mühlbachfest gemütlich aus. Selbst einige Regentropfen am späten Nachmittag konnten der guten Stimmung nichts anhaben. Das Fest machte einmal mehr deutlich, welchen Mehrwert der Mühlbach für die Hermagorer Innenstadt, die Natur und das gesellschaftliche Miteinander bietet.


















































































