Rettung in letzter Minute

Skifahrer von Lawine verschüttet

Bad Kleinkirchheim - Heute war ein 24-jähriger Mann aus dem Bezirk Hermagor mit seiner 25-jährigen Freundin zum Skifahren im Skigebiet Bad Kleinkirchheim unterwegs. Die beiden ignorierten die Lawinenwarnhinweise sowie Sperrtafeln im Bereich des Muldenweges und fuhren abseits der gesicherten Pisten im freien Skiraum. Dabei wurden sie durch ein selbst ausgelöstes Schneebrett von einer Lawine erfasst. Die 25-Jährige konnte sich selbst befreien, für den Mann kam die Rettung in letzter Minute.


Am Vormittag des 3.Februars fuhren ein 24-jähriger Mann aus  dem Bezirk Hermagor und seine 25-jährige Freundin aus Villach-Land im Skigebiet Bad Kleinkirchheim abseits der gesicherten Pisten im freien Skiraum. Die beiden Skifahrer ignorierten die Lawinenwarnhinweise sowie Sperrtafeln im Bereich des Muldenweges der ehemaligen Kaiserburg Bergstation.

Mann wurde 1,5 Meter tief verschüttet

Gegen 11.05 Uhr fuhren sie, im freien Skiraum, in einen ungefähr 35° steilen Nordosthang (Seehöhe 1900 m) in Richtung Dragehütte ein. Dabei löste der 24-Jährige, welcher mit Notfallausrüstung (LVS, Sonde, Schaufel) ausgestattet war, selbst ein Schneebrett aus. Die beiden Wintersportler wurden von der Lawine erfasst. Der 24-jährige wurde ca. 150 Meter mitgerissen und ca. 1,5 Meter tief verschüttet.

Skifahrerin konnte sich selbst befreien

Seine Freundin wurde nur teilverschüttet und konnte sich nach Absetzen des Notrufes selbst aus den Schneemassen befreien. Zum selben Zeitpunkt war ein Bediensteter der Bergbahnen, zwei Bergrettungsmänner der Ortsstelle Radenthein, sowie zwei befreundete Skifahrer im Bereich der Bergstation Kaiserburg anwesend. Nachdem der Lawinenunfall angezeigt wurde, fuhren die Wintersportler sofort zum Unfallort.

In letzter Minute gerettet

Der Verschüttete konnte von ihnen um 11.20 Uhr geortet und aus den Schneemassen befreit werden. Durch das rasche Handeln der Helfer konnten sie den Verschütteten, welcher bereits einen Atemstillstand hatte, in letzter Minute retten. Beide Skifahrer wurden zur Talstation gebracht und mit Verletzungen unbestimmten Grades mit der Rettung in das Krankenhaus Spittal an der Drau eingeliefert. Der Notarzthubschrauber sowie der Polizeihubschrauber mussten witterungsbedingt aufgrund von Nebel und starken Schneefall den Einsatzflug abbrechen.

Lawinengefahr in ganz Kärnten

Auf Grund der starken Schnee- und Regenfälle der vergangenen Tage ist die Lawinengefahr in ganz Kärnten weiterhin hoch. Aktuelle Informationen zur Lawinengefahr gibt es laufend auf der Website des Lawinenwarndienstes Kärnten. In jedem Fall gilt: Die Lawinenwarnhinweise sowie Sperrtafeln müssen beachtet und die gesicherten Pisten dürfen auf keinen Fall verlassen werden.