Social-Media-Grenze ab 14: Kärnten sieht wichtigen Schritt zum Jugendschutz

Kärnten -

„Österreich führt als zweites europäische Land nach Frankreich eine Altersgrenze für Social Media ein – dazu ist der Bundesregierung zu gratulieren: Es ist ein mutiger und leider notwendiger Schritt“, erklären Kärntens Landeshauptmann Daniel Fellner und Bildungsreferent Peter Reichmann in einer ersten Reaktion auf die kürzlich nach dem Sommerministerrat präsentierte Einigung.

LH Fellner, LR Reichmann: Eine Notwendigkeit und ein Appell

Schutzschild für die Jugend

„Social Media hat Suchtpotenzial und wird vor allem für unsere Jugend zunehmend zu einem der gefährlichsten Suchtmittel: Ohne Regulativ und ohne Kenntnis über den richtigen Umgang mit diversen Plattformen ist Social Media Gift für die Gesellschaft, besonders für unsere Kinder“, sind Fellner und Reichmann überzeugt. Für den Landeshauptmann ist die beschlossene Altersgrenze von 14 Jahren vor allem als „Schutzschild“ für die Jugend zu sehen. „Natürlich wäre es auch mir lieber, ohne Verbote auskommen zu können. Aber angesichts dessen, was sich auf manchen Plattformen abspielt – etwa Cybermobbing oder Gewaltverherrlichung – müssen wir so schnell und so gut wie möglich eine Notbremse ziehen.“

Altersgrenze ist nur der erste Schritt

Für ihn und für Bildungslandesrat Reichmann ist aber klar: „Jetzt gilt es, alle uns zur Verfügung stehenden Maßnahmen zu setzen, um junge Menschen, aber auch Erwachsene zu befähigen, mit Social-Media im wahrsten Sinne des Wortes gesund umgehen zu lernen. Nur so können wir gesundheitsschädlichen und suchtmachenden Auswirkungen nachhaltig die Stirn bieten.“ Die Social-Media-Altergrenze sei also nur ein erster Schritt. Weitere müssen zwingend folgen. „Kärnten geht hier konsequent voraus: Seit Jahren bieten wir schon ab dem Kindergartenalter persönlichkeitsstärkende Maßnahmen an, die letztendlich mithelfen, sie vor den Gefahren der Onlinenetzwerke zu schützen“, betont LH Fellner.