Österreicher strömen ins Nachbarland – Regierung zieht die Notbremse

Tank-Alarm in Slowenien: Regierung setzt Sprit-Limit durch

Slowenien -

Billiger Diesel lockt aktuell viele Autofahrer aus Österreich über die Grenze nach Slowenien. Mit Preisen unter 1,50 Euro pro Liter im Vergleich zu über 2 Euro bei uns steigen Warteschlangen und Lieferdruck – so stark, dass die slowenische Regierung nun strenge Mengenlimits eingeführt hat. Seit Mitternacht dürfen Privatkunden nur noch 50 Liter pro Tag tanken, Landwirte und Unternehmen maximal 200 Liter.


Lange Schlangen und leere Tanks

Besonders in Grenzregionen wie Kärnten, der Steiermark und dem Burgenland zeigen sich die Folgen: Tankstellen berichten von leeren Zapfsäulen und genervten Autofahrern. An vielen Stationen, etwa in Sveti Jurij oder Ravne, war Diesel bereits Stunden nach Lieferung ausverkauft. Selbst für die Einheimischen wird das Tanken immer schwieriger, da die Vorräte rasch aufgebraucht sind.

Kein genereller Mangel, nur logistische Engpässe

Die Regierung betont: Es gibt keinen Treibstoffmangel. Staatliche Lager und Notfallreserven sind gefüllt. Das Problem liegt in der extrem gestiegenen Nachfrage durch den grenzüberschreitenden Tanktourismus, die das Verteilungssystem überlastet hat.

Militär unterstützt beim Nachschub

Um die Versorgung zu sichern, werden nun die slowenischen Streitkräfte beim Transport von Diesel und Benzin eingesetzt. Tankstellen, vor allem von Petrol, sollen schneller beliefert werden. Auch der Schienenverkehr erhält Vorrang für Treibstofflieferungen.

Tanken nur noch mit Geduld

Für alle, die aktuell nach Slowenien fahren, gilt: Genügend Zeit einplanen und sich auf die neue 50-Liter-Grenze einstellen. Die Situation soll sich in den kommenden Tagen durch die Mengenbeschränkungen und die Unterstützung des Militärs stabilisieren.