Eine Million Euro vom Land für Infrastruktur plus 1,6 Millionen Euro für Gerätschaften

Katastrophenschutzzentrum Oberkärnten entsteht in Radenthein

Radenthein -

Der Bezirk Spittal bekommt ein neues Katastrophenschutzlager (KAT-Lager). Errichtet wird es als Feuerwehr-Katastrophenschutzzentrum direkt neben dem neuen Kommunalen Einsatzzentrum Radenthein. Das Land Kärnten stellt für die Infrastruktur eine Million Euro zur Verfügung, dazu kommen noch 1,6 Millionen Euro für Gerätschaften.

GFK-Stv. Günter Mössler, GFK Hannes Daborer, LFK Rudolf Robin, Bgm. Armin Egger, LH Daniel Fellner, LA Michael Maier, BH Markus Lerch, BFK Kurt Schober und BFK-Stv. Peter Podesser

Spatenstich

Den Spatenstich nahm heute, Mittwoch, Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Daniel Fellner gemeinsam mit Landesfeuerwehrkommandant Rudolf Robin, Bürgermeister Armin Egger und seinem Vorgänger LAbg. Michael Maier, Bezirkshauptmann Markus Lerch, Bezirksfeuerwehrkommandant Kurt Schober und Gemeindefeuerwehrkommandant Hannes Daborer vor. Das KAT-Lager wird unter anderem Pumpen, Werkzeuge, einen Teleskoplader, einen Wechsellader zum Transport von Abrollbehältern sowie mobile Hochwasserschutzelemente beinhalten. Das Kommunale Einsatzzentrum Radenthein wurde auch erst heuer im April eröffnet. Es bündelt Feuerwehr, Bergrettung, Bauhof und interkommunales Altstoffsammelzentrum an einem Standort.

PLA Michael Maier, GFK Hannes Daborer, LH Daniel Fellner, Bgm. Armin Egger und BFK Kurt Schober (c) LPD Kärnten/Höher

Mehr Katastropheneinsätze durch Wetterextreme

Fellner sagte, dass ihn das Projekt freue, aber auch gleichzeitig nachdenklich stimme: „Ich freue mich, weil wir hier ein tolles Projekt gemeinsam entwickeln, nachdenklich bin ich, weil es notwendig ist.“ Der Landeshauptmann sagte, dass es seit den Aufzeichnungen acht Hitzetage mit über 40 Grad in Kärnten gegeben habe: „Sechs davon heuer und zwei voriges Jahr!“ In der gleichen Kurve wie die Wetterveränderungen sei auch die Zahl der Katastropheneinsätze in den letzten Jahren gestiegen. Auf lange Dürren würden Starkregenereignisse folgen. „Ich bin stolz auf unsere Einsatzkräfte, auf die Feuerwehren hier in Radenthein, die bereit sind, das Feuerwehr-Katastrophenschutzzentrum zu betreuen. Ihr habt hier Verantwortung für die ganze Region übernommen“, so Fellner. Ebenso dankte er der Stadtgemeinde Radenthein für die tolle Leistung rund um dieses wichtige Projekt. „Als Land Kärnten investieren wir derzeit soviel Geld wie noch nie in den Schutz vor Unwettergefahren – aber auch soviel Geld wie noch nie in die Beseitigung von Unwetterschäden“, gab der Landeshauptmann noch zu bedenken.

Schnelle Hilfe bei Extremereignissen

Landesfeuerwehrkommandant Rudolf Robin sagte, dass Kärntens Feuerwehren in örtlichen, überörtlichen – aber auch nationalen und internationalen Einsätzen bei Extremereignissen stehen. Bei den überörtlichen Einsätzen würden auch die fünf Kärntner KAT-Züge anrücken. Wichtig sei die rasche Verfügbarkeit von Gerätschaften, wofür nun das Feuerwehr- und Katastrophenschutzzentrum Oberkärnten errichtet werde.

Strategischer Standort für Oberkärnten

LAbg. Michael Maier erinnerte an die Unwetter von 2021 und 2023, die auch Radenthein massiv betroffen haben. Das KAT-Lager sei in der Stadtgemeinde strategisch sehr gut positioniert. Von hier aus gelange man über Bad Kleinkirchheim ins Gurktal, ins Gegendtal, ins Lieser- und Maltatal sowie das restliche Oberkärnten.

Schutz für Menschen und Infrastruktur

Bezirksfeuerwehrkommandant Kurt Schober sagte, dass der Bezirk Spittal seit 2018 von zahlreichen Ereignissen betroffen war. Auch in Zukunft müsse man mit weiteren Ereignissen rechnen. Für Bezirkshauptmann Markus Lerch ist das Feuerwehr-Katastrophenschutzzentrum die logische und konsequente Antwort darauf. Es gehe darum, Infrastruktur und die Menschen zu schützen.

Fertigstellung bis Dezember 2026 geplant

Bürgermeister Armin Egger erklärte, dass die Stadtgemeinde das Grundstück für das Feuerwehr-Katastrophenschutzzentrum kostenlos zur Verfügung stelle und als Projektabwickler fungiere. Die neue Halle werde rund 240 Quadratmeter groß sein und optisch an das Kommunalen Einsatzzentrum Radenthein angepasst. Die Fertigstellung sei für Dezember 2026 vorgesehen.

Gut gerüstet für den Katastrophenschutz

Gemeindefeuerwehrkommandant Hannes Daborer zeigte sich sehr stolz auf das Projekt, das einen Mehrwert für die Sicherheit in der ganzen Region bringen werde. Die Stützpunktfeuerwehr Radenthein absolviere bereits die entsprechenden Detailausbildungen.