Naturpark Dobratsch: Starke Projekte für Natur, Jugend und Drei-Länder-Zusammenarbeit

Naturpark Dobratsch -
Im Naturpark Dobratsch ist in diesem Sommer viel in Bewegung: Im Mittelpunkt der Naturpark-Gremien am 1. Juli standen neue Interreg-Projekte, starke Bildungsangebote, konkrete Maßnahmen für Biodiversität und Jugendbeteiligung sowie die Weiterentwicklung des Drei-Länder-Friedensparks. Dabei tagte der Vorstand des Naturparks Dobratsch erstmals mit Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger.

Am Bild: Oskar Tscherpel; GF Robert Heuberger; Bgm. Reinhard Antolitsch; LRin Marika Lagger-Pöllinger; 1. Vize-Bgm. Sarah Katholnig; Bgm. Christian Hecher; GR Rudolf Schädl und Mag. Christine Redlein

Natur erleben, Zukunft gestalten

„Der Naturpark Dobratsch ist ein starker Impulsgeber für die Region. Er verbindet Naturschutz mit Bildung, Tourismus und regionaler Entwicklung und macht deutlich, wie wertvoll unberührte Natur für die Lebensqualität, das Bewusstsein und die Zusammenarbeit ist. Besonders wichtig ist mir, dass Kinder und Jugendliche die Natur hier nicht nur erklärt bekommen, sondern sie selbst erleben. Genau daraus wächst Verantwortung für unsere Lebensgrundlagen und für die Zukunft unserer Regionen“, betont Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger.

Neue Impulse für Natur und Region

Grundlage dafür ist der Naturpark-Dobratsch-Plan 2021–2030++, der unter dem Motto „Qualität vor Quantität“ steht und die Entwicklung des Naturparks langfristig ausrichtet.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den neu genehmigten Projekten NatUra, ENSURE und TouMiNet. Sie sollen in den kommenden Monaten wichtige Impulse für Biodiversität, Jugendbeteiligung, grenzüberschreitende Zusammenarbeit und die touristische Weiterentwicklung setzen.

Biodiversität, Jugend und Friedenspark im Fokus

„Die Genehmigung von zwei neuen Interreg Projekten wird die Entwicklung des Naturparks in den nächsten Monaten entscheidend voranbringen. Das Interreg Österr.- Italien Projekt NatUra widmet sich der Biodiversität in den Naturpark-Gemeinden und der Stadt Villach, gleichzeitig wollen wir damit einen Naturpark-Jugendbeirat gründen, der uns bei Natur- und Biodiversitätsfragen unterstützt. Mit dem Interreg Central Europa Projekt ENSURE wollen wir unsere Vision eines Drei-Länder-Friedensparks mit Italien und Slowenien entscheidend weiterbringen. Die Detailplanung, die Kooperation zwischen den Gemeinden der drei Länder und das Thema Frieden stehen im Mittelpunkt des Projektes. Damit wollen wir den Naturpark Dobratsch international verankern. Der Drei-Länder-Friedenspark soll einer der TOP 10 grenzüberschreitenden Biosphärenparke weltweit werden“, so Naturpark-Vorsitzende Sarah Katholnig.

679 Schülerinnen und Schüler bei Naturerlebnistagen

Ein starkes Zeichen setzte der Naturpark auch im Bildungsbereich. 679 Schülerinnen und Schüler nahmen dieses Jahr an den Naturerlebnistagen in Nötsch im Gailtal teil. Dabei erkundeten die Naturpark- und Partnerschulen nicht nur die Natur, sondern lernten auch die vier Naturpark-Gemeinden besser kennen.
„Die Naturerlebnistage finden jährlich in einer anderen Naturpark-Gemeinde statt. Heuer wurden sie in Nötsch im Gailtal abgehalten. Die Naturpark-Schulen und Partnerschulen nahmen an diesen Tagen teil. Die Naturerlebnistage dienen nicht nur dem Erkunden des Naturparks, sondern auch dem Kennenlernen der vier Naturpark-Gemeinden. Eine schöne Kooperation zwischen privaten Waldbesitzern, der Gemeinde Nötsch i.G. und dem Naturpark – ein Naturpark-Wald mit Rastplatz wird in den nächsten Wochen fertiggestellt und eröffnet“, berichtet Bürgermeister Alfred Altersberger.

Naturpark wächst über Grenzen hinaus

Auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit nimmt weiter Fahrt auf. In Arnoldstein stehen gleich zwei Projekte im Zeichen des künftigen Drei-Länder-Friedensparks.
„Die Dreiländereck Gemeinde Arnoldstein freut sich über gleich zwei Maßnahmen die im Rahmen des künftigen Drei-Länder-Friedensparks durchgeführt werden. Im Rahmen des – Wein ohne Grenzen Festes – am 4. Juli in Valbruna wird unser erster Naturpark Kooperationspartner in Italien feierlich ernannt. Und zum Auftakt der Wandersaison im Herbst findet am 27.9.2026 der Naturpark- Frühschoppen am Dreiländereck statt“, freut sich Bürgermeister Reinhard Antolitsch.

TouMiNet verbindet Bergbaugeschichte über Grenzen hinweg

Ein weiteres Projekt stärkt die bergbauliche Geschichte der Region und vernetzt Bad Bleiberg mit Partnern in Italien. „Mit dem CLLD Projekt TouMiNet – touristisches Bergbau Netzwerk – wollen wir für unsere Terra Mystica neue Attraktionen schaffen und den Markus-Stollen-Weg mit zusätzlichen Informationstafeln ausstatten. Im Projekt sind auch Schul- und Expertenaustausche mit den Schaubergbauen in Resia, Raibl und Ovaro in Italien vorgesehen“, berichtet Bürgermeister Christian Hecher.

Mehr als die Hälfte des Naturpark-Plans umgesetzt

Die Entwicklung des Naturparks zeigt sich auch in der Bilanz der vergangenen Monate. Mehr als die Hälfte des Naturpark-Plans wurde bereits umgesetzt, elf zusätzliche Projekte wurden umgesetzt oder begonnen. Dazu kommen 180 Termine für Gästeführungen und 120 Naturpark-Schulführungen mit insgesamt über 9.200 Personen.

Vizebürgermeisterin und Naturpark-Vorsitzende Sarah Katholnig freut sich über die „tolle und dynamische Entwicklung im Naturpark. Wir haben bereits mehr als die Hälfte unseres Naturpark Plans umgesetzt, elf zusätzliche Projekte umgesetzt oder begonnen. Ich danke dem Naturpark-Team für seinen großartigen Einsatz.“

„Der Naturpark Dobratsch zeigt, was möglich ist, wenn viele an einem Strang ziehen: Gemeinden, Schulen, Grundeigentümer, Vereine, Betriebe und internationale Partner. Genau diesen Weg wollen wir weiter unterstützen“, so Lagger-Pöllinger abschließend.