Studie belegt: Kassenpatienten warten bis zu 13-mal länger auf Facharzttermin

Kärnten/ Österreich -

Wer auf einen Facharzttermin im öffentlichen System wartet, muss deutlich länger ausharren als Privatpatient:innen – teilweise bis zu 13-mal länger. In der Augenheilkunde beträgt die Wartezeit im Durchschnitt 52 Tage, während Privatpatient:innen bereits nach vier Tagen behandelt werden können.

Analyse von 3.182 Terminrückmeldungen zeigt Unterschied: Während im Kassensektor oft Monatsfristen gelten, liegt die Wartezeit privat in allen 14 Fachrichtungen unter zwei Wochen

Deutliche Unterschiede in allen Fachrichtungen

Auch in Bereichen mit hoher Nachfrage wie Radiologie, Gynäkologie oder Urologie ist der Kontrast groß. MRT- und CT-Termine, die im öffentlichen System oft nach bis zu 14 Tagen verfügbar sind, lassen sich privat meist innerhalb von drei Tagen wahrnehmen. Gynäkologische und urologische Termine liegen bei Kassenpatient:innen oft bei 46 bis 48 Tagen, während der Median im privaten Bereich unter zwei Wochen bleibt.

Zwei Geschwindigkeiten im Gesundheitssystem

Die Zahlen zeigen: In Österreich existieren zwei unterschiedliche Geschwindigkeiten der medizinischen Versorgung. Das öffentliche System kämpft mit Kapazitätsgrenzen, während der Wahlarztsektor schnellen Zugang ermöglicht. Für viele Menschen ist die Vermeidung langer Wartezeiten heute ein entscheidender Grund, private Vorsorge oder Wahlarzttermine in Anspruch zu nehmen, wie Sebastian Arthofer, COO von krankenversichern.at resümiert.