Eislauf Marathonmeisterin

Kein Eis ist ihr zu heiß

Kirchbach - Die 39jährige Obergailtalerin Cornelia (Conny) Eder wurde vor kurzem Österreichische Marathonmeisterin im Damen Eisschnelllauf über zweihundert Kilometer am Weissensee. Eine eindrucksvolle Leistung der Sportlerin, welche hauptberuflich im Gesundheitsbereich arbeitet und das ganze Jahr über Sport betreibt.

Der Weissensee hat auch heuer wieder eine tolle „Kulisse“ abgegeben
Cornelia machte eine Lehre als Masseurin im Warmbad Villach, dann eine Ausbildung zur Gesundheitstrainerin und bildete sich zur Medizinischen Masseurin weiter. Es erfolgte auch eine Ausbildung zur Fastenleiterin im Kloster Pernegg und aktuell hat sie die Spa-Leitung im Bio-Hotel Daberer in St. Daniel über. Zu den Hobbys zählt neben dem Eisschnelllauf noch Mountainbiken, schwimmen, wandern und fotografieren. Sie ist noch ledig, hat aber einen Freund mit Namen Andreas Robatsch, welcher ebenfalls sehr sportlich unterwegs ist. Nachdem sie schon seit einigen Jahren beim Sommertriathlon mit einer Staffel beim Weissensee mitgemacht hat, hieß es plötzlich, dass es zukünftig auch einen Wintertriathlon geben wird. „Mit meinem Team haben wir uns dann entschlossen auch hier teilzunehmen und erfolgte die Vorbereitung“, sagt die Läuferin. „Laufen sowie Langlaufen waren schnell vergeben und so blieb mir nichts anderes übrig als mit dem Eislaufen zu beginnen“, lacht die sympathische gebürtige Stranigerin, welche jetzt in Kirchbach wohnt. Seit drei Jahren ist sie nun Eisschnellläuferin und zu ihren großen Stärken zählt die Ausdauer.
Cornelia Eder aus Stranig – eine Hobbysportlerin mit Herz

Zehn Stunden am Eis

Bereits am 21. Jänner 2020 gab es einen Volkslauf über 100 Kilometer am Weissensee und erreichte sie bei den Damen den zweiten Platz. Eine größere Herausforderung war dann aber der Marathonlauf über 200 Kilometer, hier war sie insgesamt zirka zehn Stunden am Eis. „Nach ungefähr acht Stunden hatte ich das Gefühl, es geschafft zu haben“, sagt sie und ging frühzeitig vom Eis. Im Vorfeld wurde jedoch die Rundenlänge verkürzt und sie wusste leider nichts davon. So ist sie dann noch einmal für dreißig Kilometer zurück auf das Eis, was dann sicherlich die „wahre“ Herausforderung gewesen ist. „Es ist nie verkehrt an der Vorbesprechung teilzunehmen“, sagt sie rückblickend. Insgesamt waren 470 Teilnehmer aus vielen Nationen am Start und zählte der Bewerb zu den Österreichischen Meisterschaften.

Dickschädel

Neben den körperlichen Strapazen war sicherlich die mentale Stärke das große Plus der Gailtalerin. „Da kam mir sicherlich mein Dickschädel sehr zugute und der Wille, es einfach durchzuziehen“, meint sie rückblickend zu dieser großen Leistung. Was begonnen wird, wird auch fertig gemacht ist ihr „Motto“ und manchmal sollte man Dinge einfach nur ausprobieren ist ihre Lebenseinstellung. „Die besten Momente entstehen aus den dümmsten Ideen und werden dann zu den wertvollsten Erfahrungen“, sagt die Sportlerin und möchte nur gesund bleiben, um noch viele Momente in der Natur genießen zu können. Herzliche Gratulation zu dieser außergewöhnlichen Leistung nicht nur vom Gailtal Journal, sondern auch von den Eltern Gisela und Alfred Eder, welche mächtig stolz auf ihre Tochter sind!
Der Siegerpokal und die Goldmedaille