Deutlicher Anstieg bei Firmeninsolvenzen
Im Bereich der Firmeninsolvenzen wurden seit Jahresbeginn 127 Verfahren am Landesgericht Klagenfurt registriert. Im Vergleichszeitraum 2025 waren es noch 90 Fälle, was einem Anstieg von 41,11 % entspricht. Auch innerhalb der Verfahrensarten zeigt sich eine klare Zunahme: Die eröffneten Firmeninsolvenzen stiegen ebenso an, während sich die mangels Masse abgewiesenen Konkurse nahezu verdoppelt haben. Besonders auffällig ist zudem der hohe Anteil an Gläubigeranträgen, der in Kärnten bei rund 80 % liegt und damit deutlich über dem österreichweiten Durchschnitt liegt.
Wo die Insolvenzwelle am stärksten trifft
Die wirtschaftlichen Folgen zeigen sich auch bei den Beschäftigten und den finanziellen Verbindlichkeiten. Im 1. Quartal 2026 waren 173 Dienstnehmer von Insolvenzen betroffen, die Gesamtverbindlichkeiten beliefen sich auf 46,9 Millionen Euro. Besonders stark betroffen ist die Bauwirtschaft, gefolgt von der Gastronomie- und Beherbergungsbranche sowie dem Handel.
Privatinsolvenzen leicht rückläufig
Im Gegensatz dazu zeigt sich im Bereich der Privatinsolvenzen eine leichte Entspannung. Die Zahl der Verfahren ist geringfügig zurückgegangen, gleichzeitig ist jedoch die durchschnittliche Verschuldung deutlich gestiegen und liegt nun bei 91.600 Euro. Während Frauen im Durchschnitt mit 70.500 Euro verschuldet sind, beträgt die Verschuldung bei Männern rund 130.100 Euro. Insgesamt erwartet der AKV Europa im Privatbereich eine Stabilisierung auf dem Niveau des Vorjahres, während im Unternehmenssektor weiterhin mit einer anhaltend hohen Insolvenzdynamik gerechnet wird.









































