Waldbrandgefahr in Kärnten und Osttirol: Entspannung ab nächster Woche möglich

Kärnten -

Der Wetterexperte David Kaufmann von „Tauernwetter“ beschreibt weiterhin eine angespannte Wettersituation in Kärnten und Osttirol. Die Waldbrandgefahr bleibt bis zum Wochenende auf einem hohen bis sehr hohen Niveau. Erst zu Beginn der kommenden Woche könnte sich durch eine Wetterumstellung eine spürbare Entspannung einstellen.

Die Waldbrandgefahr in Kärnten und Osttirol bleibt bis einschließlich Sonntag auf hohem bis sehr hohem Niveau

Bis einschließlich Sonntag bleibt die Lage angespannt. Zwar sorgt der Freitag für etwas Regen, dieser fällt jedoch zu schwach aus, um die Waldbrandgefahr nachhaltig zu senken. Auch am Wochenende bleibt es zunächst freundlich und mild, wodurch die trockenen Bedingungen weiterhin bestehen bleiben. Am Sonntag ziehen am Nachmittag vor allem in Oberkärnten und entlang der Tauern erste Regenschauer durch, die jedoch ebenfalls nur lokal und unergiebig ausfallen, weiß der Experte. 

Die Waldbrandgefahrenkarte zeigt verbreitet hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr (c) tauernwetter.at

Wetterumschwung ab Montag möglich

Eine deutliche Änderung zeichnet sich laut aktueller Prognose ab Montag ab. Ein Italientief könnte für den ersten nennenswerten und länger anhaltenden Niederschlag seit Wochen sorgen. Bereits am Montag ist in Osttirol und Oberkärnten mit leichtem bis mäßigem Regen zu rechnen, der sich im Tagesverlauf auch auf weitere Landesteile ausbreiten kann. Am Dienstag dürfte das Italientief dann verbreitet Regen bringen, in höheren Lagen auch Schneeregen oder Schneefall. Die Temperaturen gehen dabei deutlich zurück und erreichen nur noch etwa 3 bis 10 Grad. Laut aktuellen Berechnungen könnten bis Dienstagabend rund 20 bis 30 Liter Regen pro Quadratmeter fallen, in Staulagen der Karnischen Alpen und Karawanken auch mehr.

Nur vorübergehende Entspannung

Der erwartete Niederschlag würde die oberste Bodenschicht und das Unterholz zwar kurzfristig deutlich durchfeuchten und damit die akute Waldbrandgefahr senken. Aufgrund des anhaltenden Niederschlagsdefizits seit Herbst 2025 wäre diese Entspannung jedoch nur von kurzer Dauer. Zudem bleibt die Prognose noch unsicher, da sich Italientiefs in ihrer Entwicklung und Zugbahn noch verändern können. Im ungünstigeren Fall könnte der Niederschlag deutlich geringer ausfallen, erklärt Kaufmann.