Fliegende Intensivstation am Nassfeld im grenzüberschreitenden Einsatz

Nassfeld/ Kärnten -

Niemand rechnet damit, doch es kann jeden treffen: ein Unfall oder eine plötzliche Erkrankung im Urlaub. In solchen Situationen ist der Wunsch groß, möglichst rasch, sicher und gut versorgt in die Heimat zurückzukehren. Genau hier kommt der Notarzthubschrauber „ARA-3“ zum Einsatz.

Ambulanzflug Zadar/ Kroatien

Von 4. Juli bis 6. September 2026 ist die fliegende Intensivstation am Nassfeld stationiert. Neben akuten Notfällen übernimmt sie auch Ambulanzflüge und Verlegungen zwischen Krankenhäusern – und das grenzüberschreitend.

Moderne Luftrettung am Nassfeld

Am Nassfeld wird der Airbus H145 eingesetzt, ein Hubschrauber, der im Bereich der Flugrettung zu den leistungsstarken Modellen zählt. Mit einer Reisegeschwindigkeit von rund 230 km/h kann die fliegende Intensivstation Einsatzorte in einem Umkreis von etwa 400 Kilometern innerhalb von bis zu 100 Minuten erreichen. Der Hubschrauber ist nachtflugtauglich und bietet ausreichend Platz für Patient, vierköpfige Crew sowie medizinisches Begleitpersonal.

Intensive Versorgung während des Fluges

An Bord arbeiten Pilot, HEMS-TC, Flugretter sowie erfahrene Notärztinnen und Notärzte eng zusammen. Diese sind auch intensivmedizinisch tätig. Bei Verlegungen zwischen Krankenhäusern kommt ein Roll-in-Trage-System zum Einsatz, das einen sicheren Transport auch von kritisch kranken oder besonders schweren Patientinnen und Patienten ermöglicht. Der Hubschrauber ist als fliegende Intensivstation ausgestattet. Mitgeführt werden dabei unter anderem Geräte aus der modernen Notfallmedizin, wie sie auch in der klinischen Intensivversorgung verwendet werden, darunter etwa EKG, Sonographie, Beatmungssysteme sowie weitere medizinische Ausrüstung zur Überwachung und Behandlung während des Transports.