Kelag kombiniert erstmals Batteriespeicher mit einem Laufwasserkraftwerk

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Arnoldstein -

Die Kelag hat ihren ersten Batteriespeicher in Betrieb genommen. Die neue Anlage ist mit dem Laufwasserkraftwerk Schütt an der Gail in der Marktgemeinde Arnoldstein gekoppelt und sorgt für mehr Flexibilität sowie eine höhere Versorgungssicherheit im Stromnetz.

v.l.n.r.: Reinhard Antolitsch (Bürgermeister Marktgemeinde Arnoldstein), Reinhard Draxler (Kelag-Vorstand), Philipp Lobnig (CFO von neoom), Thomas Eiper (ANDRITZ-Projektleiter) und Christian Rupp (Kelag Leitung Erzeugung/Technische Services)

Während das Laufkraftwerk kontinuierlich erneuerbaren Strom erzeugt, kann der Batteriespeicher bei Bedarf innerhalb kürzester Zeit zusätzliche Energie bereitstellen. Bei geringer Netzlast oder hoher Stromproduktion wird der Speicher direkt über das Wasserkraftwerk wieder geladen. Damit können Schwankungen im Stromnetz effizient ausgeglichen werden.

Mehr Flexibilität für das Stromnetz

Laut Kelag-Vorstand Reinhard Draxler verbessert die neue Anlage die Nutzung erneuerbarer Energie aus Wasserkraft deutlich. Mit einem Investitionsvolumen von rund drei Millionen Euro wurde das Projekt innerhalb eines Jahres umgesetzt. Der Batteriespeicher erhöht die Flexibilität der Erzeugungsanlagen und ermöglicht eine bedarfsgerechte Einspeisung von Strom. Der Speicher verfügt über eine Leistung von zwei Megawatt und eine Kapazität von vier Megawattstunden. Realisiert wurde das Pilotprojekt gemeinsam mit dem oberösterreichischen Unternehmen neoom sowie dem Anlagenbauer Andritz Hydro.

Das Laufkraftwerk Schütt und der rechts daneben neu errichtete Batteriespeicher

Baustein der Energiewende

Die Kombination aus Laufwasserkraftwerk und Batteriespeicher gilt als wichtiger Schritt hin zu intelligent vernetzten Energiesystemen. Neben einer höheren Netzstabilität wird auch die mechanische Belastung der Wasserkraftanlage reduziert. Auch Kärntens Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig sieht moderne Speicherlösungen als wesentlichen Baustein der Energiewende. Sie würden künftig eine immer wichtigere Rolle für eine sichere und stabile Stromversorgung übernehmen.

Nachhaltige Projekte in Arnoldstein

Mit dem Batteriespeicher setzt die Kelag ihre nachhaltigen Energieprojekte in Arnoldstein fort. Bereits umgesetzt wurden unter anderem die Nutzung der Energie der Kärntner Restmüllverwertungs GmbH zur Wärme- und Stromerzeugung, eine Photovoltaikanlage für Tribotecc sowie eine Wasserstoffanlage für den öffentlichen Nahverkehr. Bürgermeister Reinhard Antolitsch betont die langjährige Zusammenarbeit mit der Kelag und sieht im neuen Batteriespeicher einen weiteren wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit und nachhaltigen Entwicklung der Region.