Fünf Wolfsabschüsse im zweiten Quartal 2026

Kärnten -

Im Zeitraum 1.4.2026 bis 30.6.2026 wurden in Kärnten drei Schadwölfe sowie zwei Risikowölfe entnommen: zwei Schadwölfe davon im Bezirk Hermagor, ein Schadwolf sowie die zwei Risikowölfe im Bezirk Villach-Land. Das zeigt der zweite Quartalsbericht zum Wolfsgeschehen in Kärnten, der heute, Freitag, vom Land Kärnten veröffentlicht wird.

Drei Schadwölfe und zwei Risikowölfe wurden in den Bezirken Villach-Land und Hermagor entnommen – 42-mal mussten Wölfe aus bewohntem Gebiet vergrämt werden

Insgesamt 42 Vergrämungen von Wölfen aus bewohntem Gebiet wurden beim Land Kärnten gemeldet und dokumentiert. Erneut zeigt sich darin die anhaltende Dynamik des Wolfsgeschehens. In 22 Fällen führten die Vergrämungsschritte in weiterer Folge auch zu Entnahmemöglichkeiten.

Zehn Nutztierrisse gemeldet

Bei jedem einzelnen Wolfsabschuss wurde die Einhaltung der Kärntner Risikowolfsverordnung sowie des Kärntner Alm- und Weideschutzgesetzes genauestens überprüft, heißt es. Bei den entnommenen Schadwölfen gingen den Abschüssen unmittelbare Angriffe der Wölfe auf Nutztiere voraus. „Mit dem Beginn der Almsaison nehmen leider auch die Konfliktsituationen zwischen Almwirtschaft und Wolf wieder zu. Das Alm- und Weideschutzgesetz ist unsere Antwort darauf“, betont Jagdreferent LHStv. Martin Gruber. „Bisher wurden uns heuer zehn Nutztierrisse gemeldet. Dass es noch nicht mehr sind, ist auch dem raschen Einschreiten der Jäger zu verdanken“, so Gruber weiter. Durch die Kombination von Risikowolfsverordnung und Alm- und Weideschutzgesetz ist es in Kärnten zwischen 2022 und 2025 gelungen, die Nutztierrisse durch Wölfe mehr als zu halbieren.

Wolfschwerpunkt in Oberkärnten

Insgesamt konzentriert sich das Wolfsgeschehen in Kärnten weiterhin auf den Oberkärntner Raum. Auch im ersten Quartal wurden am meisten Wolfssichtungen und Entnahmen aus diesen Bezirken gemeldet. In Summe wurden in Kärnten somit im Jahr 2026 bisher 12 Wölfe verordnungs- und gesetzeskonform entnommen. Seit Inkrafttreten der ersten Wolfsverordnung mussten in Kärnten über 800 Mal Risikowölfe aus Siedlungsgebieten vergrämt werden, insgesamt gab es seither 261 Entnahmemöglichkeiten und 42 Wolfsabschüsse.