Feuerwehr im Blut – Verantwortung im Alltag

Hermagor -

Irmgard Hofer-Zimmermann (49) ist Brandmeisterin und Gruppenkommandantin der FF Hermagor. Aufgewachsen in einer Feuerwehrfamilie, lebt sie in Kühweg, arbeitet als diplomierte Kleinkinderzieherin im Gitschtal und engagiert sich neben dem Einsatzdienst auch bei der Theatergruppe „Joker“.

Bezirksbewerb mit dem Kommandanten der FF Hermagor, HBI Stefan Baumgartner

Hofer-Zimmermann hat den Dienstgrad Brandmeisterin und ist Gruppenkommandantin bei der Freiwilligen Feuerwehr Hermagor. Daneben ist sie Schriftführerin, zuständig für den vorbeugenden Brandschutz und Bezirksausbildnerin. Verheiratet ist sie mit dem Bezirksfeuerwehrkommandanten Herbert Zimmermann und wohnt in Kühweg bei Hermagor. Zur Feuerwehr ist sie durch ihre Eltern gekommen: Ihr Vater Erich Hofer war langjähriger Kommandant der FF Hermagor und Abschnittsfeuerwehrkommandant des Unteren Gailtales. Ihre Mutter Rosi war die erste Frau in Kärnten, die sich im Funkwesen engagierte. Sie war die Stimme in der BAWZ Hermagor und der Florianstation Hermagor, die sie gewissenhaft führte. Aus erster Ehe gibt es zwei Söhne, und in der „Patchwork Familie“ mit Herbert Zimmermann drei Kinder (zwei Söhne und eine Tochter). Hauptberuflich arbeitet die Hermagorerin als diplomierte Kleinkinderzieherin in Weißbriach – Arbeitgeber ist die Gemeinde Gitschtal. Zu ihren großen Hobbys zählt neben der Feuerwehr auch die Bühne: Sie ist aktiv bei der Theatergruppe „Joker“ und findet dort ihren Ausgleich.

Verantwortungsträgerin in der Freiwilligen Feuerwehr Hermagor

Gailtal Journal: Sie stammen aus einer Feuerwehrfamilie. Wie hat diese Prägung Ihren Weg beeinflusst?

Irmgard Hofer-Zimmermann: Ich bin von klein auf in das Feuerwehrleben eingebunden gewesen. Werte wie Hilfsbereitschaft, Kameradschaft und Pflichtbewusstsein wurden mir vorgelebt. Daher war es für mich fast selbstverständlich, selbst einzutreten.

Sie tragen mehrere Funktionen. Was motiviert Sie besonders als Gruppenkommandantin?

Mir ist wichtig, dass wir ein Miteinander leben. Anerkennung und Wertschätzung sollen in der Gruppe spürbar sein.

Mit den Eltern Erich und Rosi sowie Herbert am Stephansdom in Wien

Ihr Mann ist Bezirksfeuerwehrkommandant. Wie gelingt eine klare eigene Position?

Da wir in unterschiedlichen Feuerwehren tätig sind, gibt es keine Überschneidungen. Bei überörtlichen Einsätzen gilt die Rangordnung – sachlich und klar.

Beim großen Waldbrand im Lesachtal waren Sie zwei Tage in der Einsatzzentrale. Wie haben Sie diese Lage erlebt?

Es war intensiv und lehrreich. Besonders beeindruckt hat mich der Zusammenhalt aller Einsatzkräfte und der Bevölkerung.

Auftritt mit der Theatergruppe „Joker“

Sie engagieren sich auch im Theater. Welche Bedeutung hat dieses Umfeld für Sie?

Das Theater ist ein wichtiger Ausgleich. Ich möchte zeigen, dass noch andere Talente in mir stecken und ich nicht nur über die Feuerwehr identifiziert werde.