Das Verständnis der Familie ist unverzichtbar

Hermagor -

Seit Jahrzehnten prägt Oberst i.R. Arno Kronhofer aus Mitschig die Öffentlichkeitsarbeit des Bundesheeres und das soziale Engagement im Gailtal. Der 1957 geborene Rotarier, langjährige Pressesprecher des Militärkommandos Kärnten und ehemalige Governor des Distrikts 1910, wurde heuer mit dem Kärntner Lorbeer in Gold ausgezeichnet. Im Gespräch blickt er auf markante Einsätze, internationale Projekte und seine Verwurzelung in der Region zurück.

Ein Blick in die Jahre als Pressesprecher des Militärkommandos Kärnten

Arno Kronhofer (69) lebt in Mitschig bei Hermagor und ist verheiratet mit Margret, geb. Piber (Autohaus Piber, Leifling). Sohn Mag. Arno Kronhofer jun. führt mit seiner Frau Simone Apartments und eine Erlebnis-Imkerei. Zur Familie gehören zwei Enkelkinder: Emilia (12) und Livia (7). Beruflich war Kronhofer über zwanzig Jahre Leiter der Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher des Militärkommandos Kärnten, bis zu seiner Pensionierung im Juni 2019. Seit 1996 ist er Mitglied des Rotary Clubs Hermagor, war Präsident (2006/07), Assistent Governor (2013–2015) und Governor des Distrikts 1910 (2017/18) – verantwortlich für rund 5000 Rotarier in Ost- und Südösterreich sowie Bosnien-Herzegowina. Für sein jahrzehntelanges Engagement erhielt er heuer den Kärntner Lorbeer in Gold. Weitere Stationen umfassen seine langjährige Tätigkeit im Vorstand des Carinthischen Sommers sowie vielfältige ehrenamtliche Funktionen. Seine privaten Interessen reichen von Mathematik, Physik und Psychologie bis hin zu Sport und Reisen, die ihm immer wieder neue Perspektiven eröffnen.

Mit Gattin Margret und den Enkelkindern Emilia und Livia

Gailtal Journal: Was hat Sie in Ihrer Zeit als Pressesprecher des Bundesheeres besonders geprägt?

Arno Kronhofer: Zu Beginn musste erst Vertrauen zu den Medien aufgebaut werden. Große Herausforderungen waren der SAAB Absturz 1995 in der Innerkrems, der Hubschrauberabsturz 1998 im Lesachtal sowie die Einsätze in Bosnien und im Kosovo. Die Zerstörung und das Leid haben mich nachhaltig verändert.

Welche Projekte aus Ihrer internationalen Tätigkeit bleiben Ihnen besonders in Erinnerung?

Eine unglaublich positive Erfahrung. In meinem Governorjahr wurden über zwei Millionen Euro für Projekte in Österreich und rund 750.000 Euro für Bosnien Herzegowina aufgebracht. Nach dem Gailtaler Hochwasser 2018 konnten 160.000 Euro direkt an Betroffene übergeben werden.

Arno Kronhofer mit dem ehemaligen Landeshauptmann Peter Kaiser und ORF Landesdirektorin Karin Bernhard

Was bedeutet Ihnen das Engagement über zwei Generationen hinweg?

Die Stärke von Rotary ist die Gemeinschaft. Vater und Sohn Kronhofer engagieren sich seit Jahren im RC Hermagor. Unser Club konnte bisher über 550.000 Euro für Menschen in Not aufbringen.

Internationaler Termin im Rahmen seiner Rotary Tätigkeit

Woher nehmen Sie Energie für Ihren vielseitigen Alltag?

Ein Drittel des Jahres bin ich unterwegs – das geht nur mit familiärem Verständnis. Große Freude schenken mir die Enkelkinder Emilia und Livia: Von ihnen lerne ich Staunen, Neugier und Lebensfreude.

Welche Bedeutung hat der Kärntner Lorbeer in Gold für Sie?

Ich nehme die Auszeichnung stellvertretend für alle Freiwilligen an. Rotary setzt weltweit enorme Kräfte frei: fast eine Milliarde Euro jährlich, Projekte wie die nahezu vollständige Ausrottung von Polio oder sauberes Trinkwasser für 29 Millionen Menschen. Ein Jahr lang durfte ich, als einer von 532 Governors, Projekte koordinieren.