Offizielles „Brand aus“ im Lesachtal

Lesachtal -
„Brand aus“ – diese Nachricht bestätigte die Feuerwehr gestern, Sonntag. Nach 24 herausfordernden und intensiven Tagen konnte der große Waldbrand im Lesachtal nun vollständig gelöscht werden. Ein großes Dankeschön gilt allen Einsatzkräften, die mit unermüdlichem Einsatz über Tage und Wochen hinweg im Einsatz standen.

Nach 24 Tagen ist der Waldbrand im Lesachtal gelöscht

Rund 2.000 Feuerwehrleute im Großeinsatz

 Der Brand hatte sich bei Promeggen am Xaveriberg zwischen Maria Luggau und St. Lorenzen im Lesachtal Ende April auf insgesamt 110 Hektar land- und forstwirtschaftliche Fläche ausgebreitet, was einen mehrere Tage andauernden Großeinsatz der Feuerwehr mit insgesamt rund 2.000 Feuerwehrleuten zur Folge hatte, und das mit Erfolg: Wohnhäuser und Wirtschaftsgebäude konnten vor dem Feuer geschützt und eine weitere Ausbreitung des Großbrandes verhindert werden.

10 Millionen Liter Wasser im Einsatz

 „In dieser Zeit sind insgesamt rund 10 Millionen Liter Wasser von den Einsatzkräften der Feuerwehr, unterstützt von Hubschraubern der Polizei und des Bundesheeres sowie unter Mithilfe von ansässigen Landwirten auf den Berg befördert worden“, sagte der örtliche Einsatzleiter Gerd Guggenberger, Kommandant der FF St. Lorenzen im Lesachtal und stellvertretender Bezirksfeuerwehrkommandant von Hermagor. Nach den ersten sieben Tagen Großeinsatz, an denen auch vier Feuerwehr-Katastrophenhilfsdienst-Bereitschaften mit insgesamt 320 Feuerwehrleuten aus ganz Kärnten beteiligt waren, wurde der Löscheinsatz sukzessive auf die örtliche Ebene reduziert.

Mühsame und gefährliche Glutnesterbekämpfung

In den letzten Tagen waren die Lesachtaler Feuerwehren immer wieder mit dem Löschen von Glutnestern beschäftigt. „Wir haben dabei die Unterstützung der Bergrettung bekommen. Mit der Wärmebildkamera ihrer Einsatzdrohne konnten wir die Glutnester aus der Luft lokalisieren. Anschließend wurden diese von den Feuerwehrleuten ausgegraben und abgelöscht, angesichts dieser großen Brandfläche in alpinem Gelände eine langwierige, mühsame und auch gefährliche Arbeit“, sagte Guggenberger. „Der lange und konsequente Einsatz gegen die Glutnester hat sich schließlich gelohnt, und der eingesetzte Regen und auch Schneefall hat letztendlich einen großen Teil dazu beigetragen“, so Guggenberger. Am 17. Mai 2026 konnte er „Brand aus“ geben. „Ich möchte mich nochmals im Namen der Feuerwehr für die professionelle Zusammenarbeit aller Einsatzorganisationen und Behörden sowie für die großartige Unterstützung der Bevölkerung und regionalen Betriebe bedanken“, so Guggenberger abschließend.
 
Offiziell „Brand aus“ im Lesachtal (c) Matthias Warmuth