Demokratie und Verantwortung
In seiner Ansprache in der Zeremonienhalle erinnerte LH Daniel Fellner, dass es durch die Künstliche Intelligenz heute sehr einfach ist, Antworten zu bekommen, aber diese stets geprüft werden sollen, ehe man sich eine Meinung oder ein Urteil bildet. „Die Demokratie lebt von Menschen, die objektiv urteilen können und Verantwortung übernehmen. Wenn die Welt unübersichtlich wird, wächst die Versuchung, diese Verantwortung abzugeben. Dann klingt ein Versprechen verlockend: Da kommt einer, der alles richtet. Der auf den Tisch haut. Der endlich durchgreift“, warnte LH Fellner und verwies auf den Österreichischen Demokratie Monitor, demzufolge sich jeder Fünfte einen starken Führer wünscht, der sich nicht um Parlament und Wahlen kümmern muss.
Was den Landeshauptmann positiv in die Zukunft blicken lässt, sind jene Menschen, die bereit sind Verantwortung zu übernehmen und in ihrer täglichen Arbeit zeigen, dass Demokratie das Leben der Menschen besser macht. „Nehmen wir uns drei Dinge vor: Denken wir selbst, übernehmen wir Verantwortung und bewahren wir die Freiheit. Damit auch unsere Kinder eines Tages sagen können: Wir leben in einem Land, dessen Zukunft wir selbst gestalten dürfen“, appellierte LH Fellner.

Bedeutung von Kunst und Kultur
In Vertretung von Bürgermeister Christian Scheider sprach Stadtrat Franz Petritz. Er ging auf die Bedeutung der Kunst und Kultur für die Gesellschaft ein. „Eine gelebte Gedenk- und Erinnerungskultur stellt sicher, dass wir auch weiterhin in einer demokratischen und wertschätzenden Gesellschaft leben können“, betonte der Stadtrat.
Gedenkrede über Heimat und ihre politische Vereinnahmung
Die Gedenkrede mit dem Titel „Mei Hamatle is mei Schatzale – Von einem Ort, an dem noch nie jemand war …“ hielt der in Kärnten geborene Theater- und Opernregisseur und ehemalige Direktor des Wiener Burgtheaters, Martin Kušej. In seiner Rede ging er auf die unterschiedlichen Definitionen von Heimat und die politische Vereinnahmung des Begriffs ein. „Wem gehört die Heimat – Uns! Lassen wir sie uns nicht von Halunken wegnehmen und passen wir darauf auf“, folgerte Kušej.
Aufruf zu Demokratie, Freiheit und Erinnerungskultur
Alexander Petritz, Vorsitzender von Memorial Kärnten – Koroška, betonte in seinen Grußworten, dass es wichtig sei, für Demokratie, Freiheit und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Geschichte einzutreten und gegen faschistische und antisemitische Strömungen aufzutreten.

Musikalische Umrahmung und Ehrengäste
Die musikalische Umrahmung der Gedenkveranstaltung erfolgte durch das Noreia String Quartet, die Moderation durch Mirjam Zwitter-Šlemic. Der Gedenkveranstaltung wohnten unter anderem Altlandeshauptmann Peter Kaiser, der Dritte Präsident des Kärntner Landtages, Günter Leikam und Nationalratsabgeordnete Olga Voglauer bei.









































