Von schwierigen Anfängen zu drei Stationen
Mit der Eintragung ins Firmenbuch am 10. August 2001 begann die Geschichte der gemeinnützigen ARA Flugrettung. Die Anfänge in Kärnten und Tirol waren von Herausforderungen und Veränderungen geprägt. Heute betreibt das Unternehmen mit Sitz in Klagenfurt drei Stationen – in Fresach, am Nassfeld und in Reutte. Bis Ende Juli 2026 sind die drei Notarzthubschrauber der ARA rund 44.400-mal zu Einsätzen abgehoben. Damit hat sich die Flugrettung zu einer etablierten Säule der notfallmedizinischen Versorgung aus der Luft entwickelt. „Man kann durchaus behaupten, die ARA ist so etwas wie der natürliche Feind des Schicksals“, sagt ARA-Geschäftsführer Thomas Jank. Verhindern könne die Flugrettung nicht, dass Schicksalsschläge passieren. In vielen Fällen könne sie aber deren Folgen abmildern und Menschenleben retten.
Nachtflüge und Einsätze bei schlechtem Wetter
In den vergangenen Jahren wurde die ARA Flugrettung kontinuierlich weiterentwickelt. 2018 erfolgte der Wechsel auf das moderne Hubschraubermodell H145 von Airbus mit Rettungswinde. Ein Jahr später nahm die ARA Nachtflüge auf. 2020 wurde ein Förderverein gegründet. Als erstes Flugrettungsunternehmen in Österreich führte die ARA 2022 auch Windenbergungen bei Nacht durch. Seit 2024 sind zudem Flüge nach Instrumentenflugregeln (IFR) bei schlechtem Wetter, etwa bei Nebel, möglich. Aktuell wird die Flotte auf Hubschrauber mit Fünfblattrotoren umgerüstet.
Digitales Notarztprotokoll startet
Pünktlich zum 25. Geburtstag steht bereits der nächste Schritt bevor: In den kommenden Tagen soll die Software HeliDoc der Kärntner Firma NoxAvis bei der ARA in den Echtbetrieb gehen. Damit wird das digitale Notarztprotokoll eingeführt. Die leitende Notärztin der ARA Flugrettung, Dr. Nina Becker, erwartet sich davon Verbesserungen bei Dokumentation und Kommunikation mit den aufnehmenden Krankenhäusern. Die Crews sollen im Einsatz entlastet werden, während Krankenhäuser wichtige Informationen früher erhalten und sich gezielter auf die eintreffenden Patienten vorbereiten können.
Blick auf die nächsten Jahre
Nicht nur innerhalb der ARA Flugrettung ist man stolz auf die kontinuierliche und stabile Entwicklung des Unternehmens, auch beim Mehrheitseigentümer DRF Luftrettung zeigt man sich von der Erfolgsstory der Österreich-Tochter angetan. „Hut ab vor der beeindruckenden Entwicklung der ARA in den letzten Jahren. Wir werden alles daran setzen, die ARA bei ihrer erfolgreichen Entwicklung weiterhin tatkräftig zu unterstützen. Ich würde mir wünschen, dass die ARA zu ihrem 30. Geburtstag eventuell schon die eine oder andere neue Station betreibt,“ blickt Dr. Krystian Pracz, Vorsitzender der Geschäftsführung der DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige GmbH, äußerst optimistisch und voller Tatendrang in die ARA-Zukunft.








































