Bauern sollen sich bei Futterversorgung unterstützen
Die anhaltende Trockenheit stellt viele Kärntner Landwirtschaftsbetriebe vor große Herausforderungen. Um zusätzliches Grundfutter zu gewinnen, setzt die Landwirtschaftskammer (LK) Kärnten unter anderem auf die Zusammenarbeit zwischen viehlosen Ackerbaubetrieben und viehhaltenden Betrieben. „Wir müssen nun alles daransetzen, zusätzliches Grundfutter zu gewinnen“, betont Huber. Eine Möglichkeit sind Zwischenfrüchte, die für die Futternutzung zur Verfügung gestellt werden. Über die Außenstellen der LK Kärnten sollen Angebot und Nachfrage zusammengeführt werden. Betriebe, die Flächen oder Zwischenfrüchte für die Futternutzung anbieten können, sowie jene, die dringend Futter benötigen, werden aufgerufen, sich an die jeweilige Außenstelle zu wenden. Dort werden auch die förderrechtlichen Voraussetzungen geklärt. Ein eigens erstellter Kooperationsvertrag soll für Rechtssicherheit sorgen.
Rasche Auszahlung der Dürreversicherung gefordert
Eine wichtige Rolle spielt derzeit auch die Dürreversicherung. Sie soll Betriebe gegen witterungsbedingte Ertragsausfälle absichern und die wirtschaftlichen Folgen der Trockenheit abfedern. Ende August soll feststehen, in welchem Umfang Entschädigungsleistungen ausbezahlt werden können. Für die betroffenen Betriebe sei vor allem eine rasche Auszahlung wichtig, um die laufenden Kosten bewältigen und die Zahlungsfähigkeit sichern zu können, erklärt Huber.

Dürre setzt Landwirtschaft zu
Wie stark die Auswirkungen der Trockenheit ausfallen, hängt auch von der weiteren Wetterentwicklung ab. Laut Dipl.-Ing. Hubert Gernig, Landesleiter der Österreichischen Hagelversicherung, konnte die Getreideernte trotz des trockenen Frühjahrs noch einigermaßen gerettet werden. Besorgniserregender sei die Situation hingegen im Grünland und bei den Herbstkulturen. Besonders betroffen seien Mittel-, Süd- und Unterkärnten. Die ausbleibenden Niederschläge und die Hitze machen sich unter anderem bei Mais, Soja, Kartoffeln und im Grünland bemerkbar. Eine endgültige Schadensbilanz liegt derzeit noch nicht vor. Die Sachverständigen der Hagelversicherung sind noch mit der Schadenserhebung beschäftigt. Entscheidend sei, wie sich Niederschläge und Temperaturen in den kommenden Wochen entwickeln. Auch die Hagelsaison dauert noch bis Mitte September.
Erleichterter Futterzukauf für Biobetriebe
Um die Ertragseinbußen bei Grünland und Feldfutter abzufedern, fordert die LK Kärnten zudem eine befristete Möglichkeit zum Zukauf von konventionellem Grundfutter für Biobetriebe. Eine solche Möglichkeit ist in den Biobestimmungen für Katastrophenfälle grundsätzlich vorgesehen. Derzeit laufen dazu Gespräche mit den zuständigen Behörden. Auch mit dem Landwirtschaftsministerium steht die LK Kärnten wegen weiterer Ausnahmen und Hilfestellungen für die von der Trockenheit betroffenen Betriebe in Kontakt.








































