Ingeborg-Bachmann-Kuppel vor dem GailtalMuseum im Schloss Möderndorf feierlich eröffnet

Schloss Möderndorf/Hermagor -

Anlässlich des 100. Geburtstags von Ingeborg Bachmann wurde die von Armin Guerino entworfene Ingeborg-Bachmann-Kuppel vor dem GailtalMuseum im Schloss Möderndorf bei Hermagor feierlich eröffnet.

Die Ingeborg-Bachmann-Kuppel bereichert bis Herbst 2026 den Schlosshof des GailtalMuseums in Möderndorf .

Mit ihren 288 verspiegelten Buchdeckeln wird sie zum Sinnbild von Zeit, Literatur und Reflexion. Als Siegerprojekt des ersten Calls der Kärntner Kulturstiftung realisiert, versteht sich die begeh- und bespielbare Skulptur als Hommage an ihre Namensgeberin.

Fotos der Ingeborg-Bachmann-Kuppel:

Kulturbotschafterin

Als künstlerische „Sonde“ spürt sie Strömungen der Gegenwart auf und fungiert als offener Begegnungsort für verschiedenartige Kunstformen. In ihrer Rolle als „Kulturbotschafterin“ tritt sie an ausgewählten Orten in Erscheinung und manifestiert sich hier als temporärer Erinnerungsort im öffentlichen Raum. Nach Stationen am Neuen Platz in Klagenfurt, am Karlsplatz in Wien sowie in der Ost-Arena der Europäischen Kulturhauptstadt GO! 2025 Nova Gorica/Gorizia ist Möderndorf nun der vierte Standort, an dem sie bis Herbst 2026 von allen Kulturinteressierten besichtigt und erlebt werden kann.

Bgm. Leopold Astner, Nadja Kayali, Anna Anderluh, BH Heinz Pansi,Tamara Štajner, Armin Guerino 
Zahlreiche Ehrengäste aus Kultur, Politik, Tourismus und Gesellschaft wohnten der feierlichen Eröffnung der Ingeborg-Bachmann-Kuppel bei
Großes Interesse herrschte bei der Eröffnung der Ingeborg-Bachmann-Kuppel, die als temporärer Erinnerungs- und Kulturort zu erleben ist.

Feierliche Eröffnung

Bezirkshauptmann Mag.Dr.Heinz Pansi in seiner Funktion als Obmann des Förderungsvereines GailtalMuseum freute sich sehr über die Tatsache, dass die Kuppel als ganz spezielle kulturelle Attraktion nun im Bachmann Jubiläums-Sommer im Schlosshof Möderndorf steht und bedankte sich bei allen, die das Zustandekommen dieser wertvollen Kultur-Aktion in Hermagor gemeinsam ermöglicht haben. Zahlreiche Ehrengäste konnte Hermagor’s Bürgermeister DI Leopold Astner als Initiator am 21.Mai 2026 im frühsommerlichen Ambiente des GailtalMuseums Schloss Möderndorf begrüßen. Seitens der Landespolitik waren LAbg und Klubobmann Luca Burgstaller und LAbg Bürgermeister Ronny Rull anwesend. Die Kärntner Kulturstiftung war hochkarätig vertreten durch Stiftungsvorständin Gabriele Semmelrock-Werzer und Kuratorin Brigitte Winkler-Komar; darüberhinaus Katharina Herzmansky, Leiterin des Bachmann-Hauses in Klagenfurt und Nadja Kayali, Geschäftsführerin und Intendantin des Carinthischen Sommers. Armin Guerino als Erbauer und künstlerischer Gestalter der Kuppel erklärte seine Ideen und Überlegungen, die dem Entstehen dieses eindrucksvollen Kuppel-Bauwerkes zugrunde liegen.

Slovalia

Als Höhepunkt der Eröffnungs-Feier präsentierten Tamara Štajner und Anna Anderluh das Langgedicht Slovalia – Eine Verkuppelung. Die slowenische Autorin und Musikerin Tamara Štajner, Kelag-Preisträgerin des Ingeborg-Bachmann-Preises 2024, verfasste Slovalia im Auftrag des Carinthischen Sommers. Ausgangspunkt ist ein autobiografischer Text Ingeborg Bachmanns zur mehrsprachigen Identität, den Štajner in eine poetische Bewegung überführt. Slovalia mäandert zwischen Slowenisch, Friulanisch, Italienisch und Deutsch. Die Kärntner Komponistin und Künstlerin Anna Anderluh hat den Text für Stimme und Autoharp vertont. So entstand im Zusammenspiel von Installation, Sprache und Musik eine einmalige Aufführung, die den multilingualen Geist der Region würdig feierte. Nach tosendem Publikums-Applaus am Ende der Präsentation wurde das soeben Erlebte in der wärmenden Abendsonne noch freudig angeregt weiter diskutiert.

Tamara Štajner und Anna Anderluh begeisterten mit der Aufführung von „Slovalia – Eine Verkuppelung“ und setzten damit einen besonderen künstlerischen Höhepunkt der Eröffnungsfeier.

 

Bildergalerie: