Großglockner: Drei Studenten aus Bergnot gerettet

Großglockner -
Bereits um 4:30 Uhr brachen am Dienstag, dem 19. Mai 2026, drei Studenten aus Bangladesch in Richtung Großglockner auf. Nach Angaben der Polizei orientierten sie sich dabei mithilfe einer Offline-Karte auf ihrem Handy. Dichte Nebelverhältnisse sowie hüfthoher Schnee wurden ihnen schließlich zum Verhängnis. Eine Hubschrauberbergung war aufgrund der Wetterbedingungen nicht möglich.

Gestern forderte ein Rettungseinsatz am Großglockner die Bergrettung sowie die Alpinpolizei

Die drei Studenten im Alter von 23, 24 und 25 Jahren entschieden sich am gestrigen Dienstag für eine Tour zum Großglockner. Bereits in den frühen Morgenstunden brachen sie vom Lucknerhaus in Richtung Stüdlhütte auf. Wie die Polizei mitteilt, orientierten sie sich dabei an einer Offline-Karte auf ihrem Smartphone.

Hüfthoch im Schnee

Gegen 6 Uhr morgens, auf rund 2.600 Metern Seehöhe, kamen die drei vom Steig ab. Vermutlich führte der fehlende Handyempfang dazu, dass die Offline-Karte nicht mehr genutzt werden konnte. In der Folge gerieten sie zunehmend in steiler werdendes Gelände. Gegen 6:45 Uhr entschlossen sie sich zur Umkehr, setzten diese jedoch wenig später aufgrund des teilweise hüfthohen Schnees nicht mehr fort. Schließlich setzten sie einen Notruf ab.

Rettung aus dem Nebel

Aufgrund des dichten Nebels war eine Hubschrauberbergung zunächst ausgeschlossen. Daraufhin wurden ein Alpinpolizist sowie ein Mitglied der Bergrettung der Ortsstelle Kals am Großglockner mit dem Polizeihubschrauber in den Bereich der Viehböden geflogen. Von dort setzten sie ihren Weg zu Fuß fort. Gegen 9:40 Uhr konnten die drei Männer schließlich aufgefunden und zum Polizeihubschrauber gebracht werden. Die teilweise durchnässten und erschöpften Alpinisten wurden anschließend ins Tal geflogen, wie die Polizei mitteilte.