SV Draschitz zu Hause weiterhin ungeschlagen

Draschitz/Dreulach -

Weiterhin ungeschlagen ist der SV Draschitz in der heurigen Saison auf seiner Heimatanlage. Mit geschwellter Brust und einem 4:2-Sieg gegen die Kicker aus Radenthein verließen am Sonntag die Spieler des SV Draschitz ihre Sportanlage.

Angefangen hat man aber quasi mit einem 0:1-Rückstand. Standardtormann Jozef Ment fiel verletzungsbedingt aus. So kam der aus dem eigenen Nachwuchs stammende und erst am Donnerstag zuvor 15 Jahre alte gewordene – damit erstmalig für einen Einsatz in der Kampfmannschaft berechtigt – Michael Jannach aus Feistritz/Gail zu seinem allerersten Einsatz im Team der „Großen“.
Michael Jannach erstmals für die Kampfmannschaft im Einsatz

Kurzer Schock

Voll motiviert ging er in dieses Spiel, positionierte sich beim Ankick der gegnerischen Mannschaft jedoch zu weit vor seinem Tor. Dies nützte der Ligaerfahrene Radentheiner Manuel Flaschberger eiskalt aus und traf direkt vom Anstoßpunkt mittels großartigem Weitschuss zum Führungstreffer für Radenthein. Es dauerte nun gut eine viertel Stunde, bis sich die heimischen Kicker von diesem „Schock“ erholen konnten. Zwischenzeitig hatten die Radentheiner zwei gute Chancen, welche aber der junge SVD-Goalie bravourös zu Nichte machen konnte. In der Folge kamen die Untergailtaler Kicker etwas besser in Schwung und auch zu einigen tollen Chancen. Einen satten Weitschuss aus ca. 30 m von Andi Mörtl konnte der Gästetormann mit viel Glück noch ins Torout lenken. Weitere Möglichkeiten auf den Ausgleich hatten Florian Kaiser und Christoph Marko, jedoch gingen ihre Schüsse immer wieder knapp am Tor vorbei.

Florian Kaiser
Sein Visier genauer eingestellt hatte dafür Kevin Krumpl in der 30. Minute, als er im Strafraum abzog und zum umjubelten 1:1   Ausgleichstreffer einnetzte. Das dieser Spielstand nicht bis zur Pause hielt, hatten die SVD-Kicker ihrem – nach einem Eckball für Radenthein – desolaten Abwehrverhalten zu verdanken, welches zum 1:2 Pausenrückstand führte.

Richtige Motivation gefunden

Augenscheinlich fand der SVD-Coach Willi Sturm in der Pause die richtigen Worte und seine Kicker agierten in Spielhälfte zwei wie verwandelt. Es begann ein regelrechter Sturmlauf auf das Gehäuse des WSG Radenthein-Goalies. Nach einem sehenswerten Solo á la Ronaldo von Florian Kaiser – er hatte bereits drei gegnerische Kicker im Strafraum auf engsten Raum ausgespielt – wurde er beim Torschuss regelwidrig zu Fall gebracht und der ausgezeichnete Schiri Gerhard Begusch entschied sofort auf Strafstoß für SV Draschitz. Diesen konnte der vereinsinterne Torschützenführende Christoph Marko in souveräner Manier einwandfrei zum 2:2 Ausgleich verwerten.

Großartige Chancen vergeben

In der Folge vergaben die Draschitzer Fußballer fast im Minuten-Takt großartigste Chancen. Auf der anderen Seite kamen die Kicker aus dem Gegendtal im Konter immer sehr gefährlich vor das SVD-Tor. Hier konnte sich aber der junge SVD-Goalie Michi Jannach jedesmal als Sieger feiern lassen und ließ bis zum Schlusspfiff keinen weiteren Treffer mehr zu. Ein glückliches Trainerhändchen bewies Willi Sturm in der 71. Spielminute. Er brachte für den leicht angeschlagenen Kevin Krumpl den bulligen Stürmer Konrad „Elektro-Schmid“. Es dauerte keine 15 Sekunden und schon drehte der frisch eingewechselte Stürmer zum Torjubel zum 3:2 für den SVD ab. Er konnte nach einer hochangetragenen, weiten Flanke diese mit seinem Kopf, über den etwas zu weit vor dem Tor stehenden gegnerischen Schlussmann, sehenswert verlängern. Die Radentheiner versuchten nun mit allen Mitteln den Ausgleich zu erzwingen, aber die SVD-Abwehr hielt dicht. Nach einer tollen Flanke über die gesamte gegnerische Abwehr hinweg, angetragen vom Geburtstagskind Christof Martins (feierte am Freitag davor seinen 19. Geburtstag), brachte Florian KAISER den Ball aus drei Metern nicht über die Linie und verfehlte das leere Gehäuse nur sehr knapp. Es wäre die Vorentscheidung gewesen. Doch in der 85. Minute war er dann treffsicherer und er „netzte“ zum 4:2 Sieg für den SV Draschitz ein.

Konrad Schmid

Großes Potenzial

Trainer Willi Sturm zeigte sich nach dem Sieg zufrieden. Vorallem über das – mit der „kleinen Ausnahme“ zum Spielbeginn – gelungene Debüt des jungen Goalie Michi Jannach. „Er hat großes Potenzial und starke Nerven. So einen unglückseligen Treffer gleich zu Beginn eines Spieles kann so mancher Routinier nicht gleich „verdauen“. Michael hat das restliche Spiel sehr konzentriert und toll gespielt.“ Natürlich wurde nach dem Spiel noch einige Male auf den Sieg und die beiden Geburtstagskinder der Woche angestoßen €¦. Das nächste Spiel bestreiten die Draschitzer am kommenden Sonntag in Rennweg, ehe sie am Samstag, 8. September 2018, Beginn 17 Uhr, zum sonntägigen „Vorspiel“ für den Draschitz/Dreulacher Kirchtag laden.