Gemeinden Kötschach- Mauthen, Dellach und Kirchbach: Maßnahmen im Bezirk Hermagor

Kötschach- Mauthen -

Mit der Corona-Ampelschaltung auf „Orange“ im Bezirk Hermagor und den Feierlichkeiten rund um den 10. Oktober hat sich das Expertenkoordinationsgremium des Landes Kärnten heute, Freitag, in seiner bereits 100. Sitzung intensiv auseinandergesetzt.

Gemeinden Kötschach- Mauthen, Dellach und Kirchbach: Maßnahmen im Bezirk Hermagor

Darüber informierten Landeshauptmann Peter Kaiser und Landesrat Martin Gruber gemeinsam mit Landessanitätsdirektorin Elisabeth Oberleitner in einer Pressekonferenz.

In drei Gemeinden des Bezirkes wird eine partielle MNS-Pflicht verordnet

Maßnahmen im Bezirk Hermagor wird es u.a. im Bereich der Veranstaltungen geben, an bestimmten öffentlichen Orten in drei Gemeinden des Bezirkes wird eine partielle MNS-Pflicht verordnet. In den Schulen des Bezirkes bleibt die Ampel auf „Gelb“, der Unterricht läuft normal weiter.

„Wir sehen die Ampelschaltung als Warnung“

„Wir sehen die Ampelschaltung als Warnung und bewerten sie nicht als Bestrafung“, betonte Kaiser. Kärnten und der Bezirk Hermagor würden alles daransetzen, rasch wieder die zuvor bestehende, vorbildhafte Stellung zu erreichen. Konkret soll laut Kaiser im Bezirk Hermagor bei Veranstaltungen mit zugewiesenen Sitzplätzen die Zahl der Teilnehmenden reduziert werden. Im Freien von bundesweit erlaubten 3.000 auf 1.000 Personen, in Räumen von 1.500 auf 500. Die partielle Pflicht zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes an bestimmten öffentlichen Orten wird von der Bezirkshauptmannschaft Hermagor in Abstimmung mit Land und Bund in den Gemeinden Kirchbach, Kötschach-Mauthen und Dellach verordnet. Gelten soll die Verordnung ab morgen, Samstag.

Im  Schulbereich steht die Ampel im Bezirk Hermagor auf „Gelb“ 


Kaiser erklärte, dass man im Schulbereich, wo die Ampel im Bezirk Hermagor auf „Gelb“ stehe, maßvoll und im Einzelfall agiere. Wegen zwei bereits bekannten Coronafällen, eine Lehrkraft der Volksschule Gundersheim und eine Schülerin der HLW Hermagor, seien an diesen beiden Schulen die jeweils betroffenen Klassen geschlossen. Vom Kärntner Fußballverband sind laut Kaiser an diesem Wochenende alle Fußballspiele im Bezirk Hermagor ausgesetzt worden.

Die Ampelschaltung keine Bestrafung


Auch Landesrat Gruber betonte, dass die Ampelschaltung keine Bestrafung, sondern ein Wachrütteln und die Darstellung einer momentanen Risikolage sei. „Wir haben entsprechende Maßnahmen zu setzen und mit gutem Beispiel voranzugehen. Die Situation im Bezirk Hermagor zeigt, dass niemand vor so etwas gefeit ist und es sehr schnell gehen kann“, so Gruber. Er nahm als Agrarreferent zudem zu den Verwirrungen um die in Quarantäne befindlichen, positiv auf Corona getesteten Landwirte des Gailtales Stellung. So sei hier geregelt gewesen, dass die Betroffenen ihre Hofstelle samt Stall zur Versorgung der Tiere betreten dürfen. Bezüglich Arbeiten abseits der Hofstelle sei Rücksprache mit der Behörde zu halten, damit Einzelbeurteilungen stattfinden können. Gruber dankte der Bezirkshauptmannschaft Hermagor für diese Klarstellung und betonte die Wichtigkeit der Bauern als Produzenten unserer Lebensmittel.

Professionelle Arbeit im Verdachtsfall- und Clustermanagement 


Landessanitätsdirektorin Oberleitner hob die professionelle Arbeit im Verdachtsfall- und Clustermanagement hervor. So sei auch im Bezirk Hermagor der sogenannte Indexpatient schnell festgestellt worden. Die eingeleiteten Maßnahmen sollten im Bezirk die Infektionszahlen rasch reduzieren und die Übertragungsketten unterbrechen.

Kaiser, Gruber und Oberleitner appellierten an die Kärntner Bevölkerung, die Abstands- und Hygienemaßnahmen weiterhin einzuhalten. Es gehe dabei um den eigenen Schutz und den anderer.

10. Oktober und zum 100-jährigen Jubiläum



Wie in der Pressekonferenz ebenfalls dargelegt wurde, hat sich das Koordinationsgremium mit den bevorstehenden Feiern zum 10. Oktober und zum 100-jährigen Jubiläum der Volksabstimmung am 8., 9. und 10. Oktober beschäftigt. Der Verfassungsschutz des Landes und die Landessanitätsdirektion waren eingebunden, ebenso das Protokoll des Bundespräsidenten. „Wir werden für die größtmögliche Sicherheit sorgen, sämtliche Sicherheitsaspekte mit Platzzuweisungen, reduzierten Teilnehmerzahlen, Registrierungen und Absperrungen, sind eingeflossen. Die Hauptfeierlichkeit im Wappensaal im Landhaus werden wir alle mit Mund-Nasenschutz absolvieren“, bestätigte Kaiser. Die genaue Teilnehmerzahl für den Wappensaal werde noch geklärt, derzeit gehe man von 100 bis 130 aus. Der Landeshauptmann verwies zudem auf die Liveübertragungen auf den Kommunikationskanälen des Landes und im ORF-Fernsehen.

Auch Gruber hielt fest: „Es war richtig, das große Fest der Täler abzusagen, um die Menschen im Land zu schützen. Trotz Pandemie werden wir den 10. Oktober mit so viel Sicherheit wie nötig und weiteren Sicherheitsmaßnahmen feiern und ein würdiges Gedenken ermöglichen.“

Oberleiter betonte, dass zu sämtlichen Oktoberfeiern ein Präventionskonzept mit fachlich fundierten Maßnahmen vorliege. „Wichtig ist, die Durchmischung der Personen und Teilnehmer zu verhindern“, so Oberleitner.