SPÖ und ÖVP stimmten dagegen

Wirbel um FPÖ-Antrag zum Einsatz von Drohnen zur Rehkitz­rettung

Kärnten -
 
Die Freiheitlichen beantragten im Landwirtschaftsausschuss des Kärntner Landtages eine finanzielle Unterstützung für den Einsatz von Drohnen mit Wärmebildkameras. SPÖ und ÖVP stimmten dagegen. FPÖ-Klubobmann Gernot Darmann und der freiheitliche Vizepräsident der Kärntner Landwirtschaftskammer Manfred Muhr reagieren mit Unverständnis.

Wirbel um FPÖ-Antrag zum Einsatz von Drohnen zur Rehkitz­rettung

„Dieses Verhalten ist nicht nachvollziehbar”, betont FPÖ-Klubobmann Gernot Darmann. “Denn die anwesenden Auskunftspersonen, unter anderem von der Kärntner Jägerschaft und der Landwirtschaftskammer, haben den Abgeordneten unisono erklärt, dass der Einsatz von Drohnen eine wichtige und effektive Maßnahme zur Kitzrettung darstellt. Mit dem FPÖ-Antrag hätte viel Tierleid verhindert werden können“, so Darmann.
FPÖ-Obmann Gernot Darmann

FPÖ fordert finanzielle Unterstützung

Trotz größter Sorgfalt seitens der Landwirte kämen pro Jahr in Österreich geschätzt bis zu 25.000 Rehkitze durch Mähwerke ums Leben oder würden schwer verletzt. Zwar unterstütze das Land Kärnten seit heurigem Jahr den Ankauf von sogenannten „Kitzrettern“, die an landwirtschaftlichen Maschinen montiert und einen Hochfrequenzton aussenden würden. „Nachteilig bei den Kitzrettern ist jedoch, dass Rehkitze erst ab dem zehnten Lebenstag einen Fluchtinstinkt aufweisen, wodurch die ‘Kitzretter’ in dieser Zeit nichts bringen würden”erklärt der freiheitliche Vizepräsident der Kärntner Landwirtschaftskammer Manfred Muhr. Daher fordern die Freiheitlichen, dass die Landesregierung den Einsatz von Drohnen mit Wärmebildkameras zur Rehkitzrettung finanziell unterstützen sowie ein entsprechendes Konzept unter Einbindung der Kärntner Jägerschaft und der Landwirtschaftskammer Kärnten ausarbeiten solle.

LK-Vizepräsident Manfred Muhr

Kritik am Abstimmungsverhalten der SPÖ

Die Landwirtschaftskammer stehe dieser Forderung positiv gegenüber und habe in dieser Sache bereits im vergangenen Jahr Kontakt mit der zuständigen Tierschutzreferentin LHStv. Beate Prettner aufgenommen. Diese habe sich über die Initiative erfreut gezeigt. „Mit ihrem Abstimmungsverhalten verhindern die SPÖ-Abgeordneten nicht nur eine gute und sinnvolle Initiative, sondern desavouieren auch ihre eigene Landeshauptmann-Stellvertreterin“, so Muhr abschließend.