Achtung beim Lohnsteuerausgleich – sonst droht Nachforderung!

Österreich/Kärnten -

Familien erhalten dieses Jahr einen größeren Vorteil vom Steuerausgleich. Bis zu 2.000 Euro können sie pro Kind von der Steuer absetzen. Beim Steuerausgleich muss man aber etwas genau beachten.


Der Familienbonus Plus ist ein steuerlicher Absetzbetrag. Er beträgt 2.000 Euro pro jedes Kind und Jahr (bis es 18 Jahre alt ist). Dadurch kann sich die zu zahlende Steuer um bis zu 2.000 Euro jedes Jahr verringern. Ab dem 18. Geburtstag des Kindes erhältst du einen reduzierten Familienbonus Plus, das sind 650 Euro pro Jahr. Dies gilt jedoch nur, wenn du auch Familienbeihilfe für das Kind bekommen.

Familienbonus Plus bei Lohnsteuerausgleich beantragen

Der Familienbonus Plus kann jeden Monat in die Gehaltsabrechnung einfließen. Wer nicht bis zum Lohnsteuerausgleich im nächsten Jahr warten will, bekommt so ein höheres Netto-Gehalt. Trotzdem muss man den Familienbonus beim Lohnsteuerausgleich noch beantragen, auch wenn man ihn monatlich nutzt. Denn sonst kann es zu einer Nachforderung seitens des Finanzamts kommen. Das Bundesministerium für Finanzen fasst das so zusammen: „Wenn der Familienbonus Plus bereits in der Lohnverrechnung berücksichtigt wurde, müssen Sie nicht nur wegen des Familienbonus Plus eine Arbeitnehmerveranlagung durchführen. Sobald Sie allerdings eine Arbeitnehmerveranlagung abgeben, ist es notwendig, dass Sie den Familienbonus Plus in der Erklärung nochmals beantragen. Denn Sie haben im Rahmen der Steuererklärung erneut die Wahl, sich die Aufteilung des Familienbonus Plus zu überlegen, um den maximalen Nutzen für Ihre Familie zu erzielen. Daher ist es notwendig, dass Sie Ihre Daten in der Erklärung auch dann erfassen, wenn Sie den Familienbonus Plus bereits bei Ihrem Arbeitgeber beantragt haben und dieser berücksichtigt wurde.“

Fragen und Antworten zum Familienbonus Plus

WER BEKOMMT DEN FAMILIENBONUS PLUS?

Der Familienbonus Plus kann nur für ein Kind geltend gemacht werden, für das Familienbeihilfe bezogen wird. Für einen Elternteil, der mit dem Kind nicht im gemeinsamen Haushalt lebt, ist zusätzlich Voraussetzung, dass ihm der Unterhaltsabsetzbetrag zusteht. Ausschlaggebend ist auch das Einkommen. Der Familienbonus Plus reduziert die Steuerlast der Eltern. Bei geringverdienenden Steuerzahlern entfällt daher die Steuerlast komplett, wenn sie niedriger ist als der Familienbonus Plus.

WIE HOCH IST DER FAMILIENBONUS PLUS?

Derzeit beträgt der Familienbonus Plus pro Kind und Jahr 2.000 Euro. Sollte das Kind schon über 18 Jahre alt sein und man bezieht aber noch Familienbeihilfe dafür, sind es 650 Euro.

WIE KANN ICH DEN FAMILIENBONUS PLUS BEANTRAGEN?

Das kann wahlweise laufend über die Lohnverrechnung (also durch den Arbeitgeber) oder im Nachhinein im Rahmen der Steuererklärung bzw. Arbeitnehmerveranlagung erfolgen. Wenn du dich für die Berücksichtigung des Familienbonus Plus über die Lohnverrechnung entscheiden, spüren Sie eine monatliche Steuerentlastung. Dazu musst du das Formular E 30 ausfüllen und deinem Arbeitgeber abgeben.

Willst du den gesamten Familienbonus Plus lieber im Nachhinein geltend machen, kannst du das in deiner Steuererklärung bzw. Arbeitnehmerveranlagung mittels Beilage L 1k (bzw. L 1k-bF) tun. Die Auszahlung erfolgt in diesem Fall im Rahmen der Veranlagung für das vergangene Jahr. (Quelle BMF)

WARUM MUSS ICH DEN FAMILIENBONUS PLUS BEIM STEUERAUSGLEICH BEANTRAGEN AUCH WENN ICH IHN MONATLICH BEKOMME?

Wenn der Familienbonus Plus bereits in deiner Lohnverrechnung berücksichtigt wurde, musst du nicht nur wegen des Familienbonus Plus eine Arbeitnehmerveranlagung durchführen. Sobald du jedoch einen Steuerausgleich einreichst, musst du den Familienbonus Plus in der Erklärung erneut beantragen. Denn du hast innerhalb der Steuererklärung erneut die Möglichkeit, die Aufteilung des Familienbonus Plus zu überdenken, um den maximalen Nutzen für deine Familie zu erzielen. Daher ist es wichtig, dass du deine Daten auch dann in der Erklärung erfasst, wenn du den Familienbonus Plus bereits bei deinem Arbeitgeber beantragt und dieser berücksichtigt wurde.