Standortverlegung nach Maitratten
Ein wesentlicher Schritt erfolgte 1920 mit dem Umzug der Säge auf den jetzigen Standort in Maitratten in der Gemeinde Gnesau. Hier wurden die Grundlagen für jene Entwicklung gelegt, die Leeb später weit über Kärnten hinaus bekannt machen sollte. Über Jahrzehnte war das Unternehmen eng mit dem Werkstoff Holz, mit handwerklichem Können und mit der regionalen Verwurzelung verbunden.
Übernahme und Neuausrichtung
1975 übernahmen Ing. Franz Leeb und Erika Leeb den Betrieb. Damals beschäftigte das Unternehmen acht Mitarbeiter. Schon kurz darauf begann eine entscheidende Phase der Neuausrichtung: 1976 wurde neben der Produktion von Profilbrettern auch die Verkaufsmöglichkeit von Holzbalkonen getestet. Dabei zeigte sich rasch eine Marktlücke – und damit der Beginn einer neuen Erfolgsgeschichte. Die Holzbalkonproduktion wurde aufgebaut, Lagerhalle, Balkonfertigung und Hobelwerkanlage erweitert. Trotz Rückschlägen, etwa dem Brand einer Produktionshalle im Jahr 1979, setzte das Unternehmen seinen Wachstumskurs konsequent fort. Noch während auswärts produziert werden musste, entstand in Maitratten eine neue Halle.
Wachstum und Modernisierung
In den folgenden Jahrzehnten wurde laufend investiert, modernisiert und erweitert. 1980 wurde die GmbH gegründet, es folgten weitere Ausbauphasen. 1992 wurde das Sägewerk modernisiert, im selben Zeitraum erhielt das Unternehmen bedeutende Auszeichnungen wie das Staatswappen und 1993 den Staatspreis für Holzmarketing. Mit der ISO-Zertifizierung 1995 wurde der Qualitätsanspruch weiter untermauert.
Technologische Entwicklung und neue Geschäftsfelder
Ein entscheidender Wandel geschah im Jahr 2003 mit dem Beginn der Produktion von Alubalkonen. Damit schlug Leeb ein neues Kapitel auf und entwickelte sich vom traditionellen Holzverarbeiter zu einem breit aufgestellten Hersteller für Aluminiumbalkone, -zäune und weitere Bauelemente. 2005 trat Markus Leeb ins Unternehmen ein. 2008 wurde eine eigene Pulverbeschichtungsanlage errichtet. Es folgten weitere technische Innovationen, etwa die Alu-Comfort-Oberfläche 2010 und die Holzstrukturbeschichtung 2012.
Generationswechsel und Expansion
Mit der Übernahme durch Markus und Roswitha Leeb im Jahr 2012 wurde die Geschichte des Familien-unternehmens in die nächste Generation weitergeführt. In den Jahren danach kamen neue Geschäftsfelder hinzu: 2014 begann die Produktion von Anbaubalkonen, 2018 jene von Überdachungen und Sommergärten. 2020 wurde eine Produktionshalle für Glas am Firmenstandort errichtet, um so mit der internen Glasverarbeitung beginnen zu können. 2022 wurden die Dächer unserer Produktionshallen mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Nach weiteren Prämierungen in den darauffolgenden Jahren – darunter Bestes Familienunternehmen Kärnten 2022, der Red Dot Award: Product Design 2024 sowie der German Design Award 2026 als Winner in der Kategorie Excellent Product Design – Building and Elements entschied man sich für eine Millioneninvestition in der Produktion: die neue Rohrlaser-Anlage.

Leeb heute: Tradition, Wachstum und Zukunft aus einer Hand
Heute steht Leeb für eine außergewöhnliche Entwicklung: von den Anfängen im frühen 20. Jahrhundert über das Sägewerk und die Holzbalkonproduktion bis hin zum modernen Hersteller von Balkonen, Zäunen, Sommergärten und weiteren Systemlösungen. Aus dem einst kleinen Betrieb ist ein Unternehmen mit über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Netzwerk von über 150 Vertriebs- und Montagepartnern geworden, das mittlerweile einen Umsatz von über 50 Millionen Euro erzielt. Das 120-jährige Jubiläum ist damit nicht nur ein Blick zurück, sondern vor allem ein Zeugnis für unternehmerische Kontinuität, gelebten Innovationsgeist und die Menschen hinter dem Unternehmen – denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren und sind der Grundstein dieser 120-jährigen Erfolgsgeschichte.



























































